Wirksamkeit des Programms

In mehreren wissenschaftlichen Übersichtsarbeiten (Foxcroft, Ireland, Lister-Sharp, Lowe & Breen, 2003; Gates, McCambridge, Smith & Foxcroft, 2006; Stolle, Sack, Stappenbeck & Thomasius, 2010) wurde auf die Überlegenheit von Programmen hingewiesen, die die ganze Familie mit einbeziehen, da so das Gelernte direkt innerhalb der Familie diskutiert und somit besser verankert wird.

›Familien stärken‹ gehört zu den am besten evaluierten und wirksamsten Programmen in diesem Bereich (Stolle, Sack, Stappenbeck & Thomasius, 2010).


Die amerikanische Version (SFP 10-14) von ›Familien stärken‹ wurde in einer randomisiert-kontrollierten Untersuchung in Iowa / USA überprüft. Diese Studie und die SFP 10-14 wurden in einem Ergebnisreport (International Cochrane Collaboration systematic evidence review) von der WHO und dem Alcohol Education and Research Council (AERC) positiv hervorgehoben.

In einem Report von 2009 „Preventing Mental, Emotional and Behavioral Disorders“ ziehen O´Connel, Boat und Warner (2009) zusammenfassend aus mehreren Untersuchungen die Schlussfolgerung, dass SFP 10-14

  • aggressives, delinquentes und antisoziales Verhalten verringert,
  • die Interaktion zwischen Eltern und Kind verbessert,
  • den Missbrauch von Substanzen reduziert und
  • die Schulleistungen der Kinder verbessert.

Weitere Studien (z.B. Spoth, Redmont & Shin, 2001), die die Wirksamkeit des Programms bei Eltern und deren Kindern untersuchten, zeigen positive Effekte. Bestimmte Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen (z. B. Alkohol- und Drogenmissbrauch, aggressive Verhaltensauffälligkeiten, Schulprobleme, Probleme mit der Polizei) konnten durch das Programm deutlich verringert werden.

Zur Veranschaulichung zeigt die folgende Grafik, dass Jugendliche aus den USA, die am Programm teilnahmen auch vier Jahren danach noch weniger bzw. verantwortungsbewusster Alkohol konsumierten als andere Jugendliche, die nicht an dem Programm teilgenommen haben.