Wirksamkeit des »Familien stärken« Programms

 

Randomisiert-kontrollierten Studien zur Überprüfung der Wirksamkeit des „Familien-stärken“-Programms (SFP 10-14) in den USA zeigten mehrfach, dass Kinder und Jugendliche, die mit ihren Familien an dem Programm teilnahmen, besser in der Schule zurechtkommen, weniger psychische und Verhaltensprobleme entwickeln und bis zu sechs Jahre nach Programmteilnahme seltener und in der Menge weniger Tabak, Alkohol oder illegale Drogen wie Cannabis konsumieren. Die teilnehmenden Eltern berichteten über verbesserte Erziehungskompetenzen und ein verbessertes Klima in der Familie.

In einem Report von 2009 „Preventing Mental, Emotional and Behavioral Disorders“ ziehen O´Connel, Boat und Warner (2009) zusammenfassend aus mehreren Untersuchungen die Schlussfolgerung, dass das SFP 10-14…

  • aggressives, delinquentes und antisoziales Verhalten verringert,
  • die Interaktion zwischen Eltern und Kind verbessert,
  • den Missbrauch von Substanzen reduziert und
  • die Schulleistungen der Kinder verbessert.Zur Veranschaulichung zeigt die folgende Grafik, dass Jugendliche aus den USA, die am Programm teilnahmen auch vier Jahre danach noch weniger bzw. verantwortungsbewusster Alkohol konsumierten als andere Jugendliche, die nicht an dem Programm teilgenommen haben.

Weitere Studien (z.B. Spoth, Redmont & Shin, 2001), die die Wirksamkeit des Programms bei Eltern und deren Kindern in den USA untersuchten, zeigen ebenfalls wünschenswerte Effekte. Bestimmte Verhaltensweisen von Kindern und Jugendlichen (z.B. Alkohol- und Drogenmissbrauch, aggressive Verhaltensauffälligkeiten, Schulprobleme, Probleme mit der Polizei) konnten durch das Programm deutlich verringert werden.

Zur Veranschaulichung zeigt die folgende Grafik, dass Jugendliche aus den USA, die am Programm teilnahmen auch vier Jahre danach noch weniger bzw. verantwortungsbewusster Alkohol konsumierten als andere Jugendliche, die nicht an dem Programm teilgenommen haben.